Kaum ein Fußballklub, der so viele Höhen und Tiefen erleben musste wie der nun 100 Jahre alte WAF. Schon seine Geburt wurde durch einen Krach
eingeleitet. Der 1896 gegründete Wiener Athletik- Sportclub (WAC) hatte am Beginn des 20. Jahrhunderts die wohl beste Fußballmannschaft
Österreichs, die den „Wiener Tagblatt Pokal“ (Vorgänger einer Meisterschaft) dreimal hintereinander und damit endgültig gewann (1901 – 1903).
In der Folge war der WAC eine Ansammlung von Stars, die ernstlich daran dachten, wegen ihrer Überlegenheit in der Heimat, vorwiegend nur gegen
ausländische Teams anzutreten. Da dies in den nächsten Jahren immer mehr zunahm, kam es 1909 zu einem schweren Konflikt mit den anderen Wiener
Vereinen, die dies nun boykottierten. Der WAC spielte deshalb nun wirklich ein halbes Jahr lang gegen ausländische Mannschaften. 1908 war der
aus Prag kommende Dr. Frey zum WAC gestoßen. Der redegewandte Rechtsanwalt wurde bald zum Sprecher der Mannschaft, die 1910 einen gerechten
Anteil an der Verwaltung des Klubs, Stimmrecht in den Generalversammlungen und das Recht, selbst den Sektionsleiter wählen zu dürfen, verlangte.
Die schroffe Ablehnung dieser Forderung führte zum Bruch. Die gesamte 1.Mannschaft, mit Ausnahme 2er Spielern, meldete ihren Austritt aus dem Verein an.
Am 19.Juni 1910 konnte man in der „Allgemeinen Sportzeitung“ lesen: Das Grazer Wettspiel, welches der WAC gegen den GAK am 12.Juni 1910 austragen
hätte sollen musste abgesagt werden, da es dem WAC wegen Verhinderung einiger Spieler unmöglich war, mit einer entsprechenden Mannschaft anzutreten.
Der Streit, ob diese Reise in der 2. oder 3.Klasse des Zugs durchgeführt werden sollte, war aber eigentlich nur der äußere Anlass zum Austritt.
Man beschloss einen neuen Klub zu gründen und wählte dem alten Verein zum Trotz den Namen „Wiener Associationsfootball Club“, um dem WAC sogar
seine Initialen wegzunehmen. Diese Rechnung schlug jedoch fehl, denn das Publikum sagte vom ersten Augenblick an zu dem neuen Klub nicht WAC,
sondern WAF. „Wiener Associations Footballclub“ – und dabei blieb es. Ein Protest des WAC wurde dadurch gegenstandslos. Am 21.9.1910 erfolgte
die Aufnahme des Klubs in den Verband. Man hatte zunächst natürlich keinen eigenen Sportplatz und trat daher mit der Vienna in ein Pachtverhältnis.
Vienna Präsident Mauthner setzte auch im Verband durch, dass dem WAF die Erstklassigkeit zuerkannt wurde. WAF war auf Anhieb die stärkste Mannschaft Wiens.
1910: WAF erscheint auf der Bildfläche!
Durch den Austritt fast aller Klassespieler verlor der WAC schlagartig die besten Wiener Fußballer, die sich zum neuen Verein WAF zusammenschlossen.
Diese Mannschaft bestand ausschließlich aus Nationalspielern!!
WAF in der Meisterschaft:
Als großer Favorit in die erste Meisterschaft 1911/12 gestartet, landete WAF nach zwei Niederlagen gegen Rapid und Wiener Sportclub hinter diesen
beiden auf Rang 3 der Herbstmeisterschaft. Das Spiel gegen Rapid wurde unter heftigen Skandalszenen 7 Minuten vor Schluss abgebrochen. Die fehlenden
7 Minuten wurden am 17.Dez 1911 nachgeholt – das Resultat blieb.
Am 24.März 1912 war es dann soweit: WAF hatte einen eigenen Sportplatz. Die „Allgemeine Sportzeitung“ berichtete am 28.März 1912:
Eröffnung des Sportplatzes von WAF: Auf dem Hütteldorfer Platze hatte sich am Sonntag trotz zweifelhaften Wetters
eine mehrtausendköpfige Zuschauermenge versammelt, um der Eröffnung dieser neuen, ideal schönen Sportstätte beizuwohnen. Das Fußballfeld, das sich mit
seinen großen Dimensionen, dem kurzen üppigen Rasen, seiner vollkommenen Ebenmäßigkeit streng an englische Vorbilder hält, repräsentiert unleugbar den
schönsten Sportplatz, den wir heute für Rasenspiele in Wien besitzen. Eine nahezu 400m lange, 9m breite Laufbahn umgibt das Feld und umgrenzt mit ihren
Barrieren einen Zuschauerraum für 15.000 Personen. Wenn man noch die örtliche Lage, die bergige, reizende Umgebung, die bequeme Verbindung ins Auge fasst,
so ist dem jungen Klub, der es in überraschend kurzer Zeit verstanden hat, Wien um so eine hübsche Sportstätte zu bereichern, nur der allerbeste Erfolg
für die Zukunft zu wünschen. Nach einigen Ansprachen der offiziellen Vertreter des Verbandes und verschiedener Vereine wurde der Anstoß vollzogen.
WAF – Rapid 1:1 (0:0).
Vor dem 1.Weltkrieg …
Im Frühjahr 1912 konnte der Tabellenstand nicht mehr verbessert werden: 3. Mit 29 Punkten hinter Rapid (31) und Wiener Sportclub (30). In der
Meisterschaft 1912/13 wurde WAF, hinter Rapid Zweiter, dann kam aber der längst fällige Wurf: Meister 1913/14 vor dem punktegleichen Rivalen Rapid.
WAF – Meister 1913/14
Der Meister mit seinen elf Internationalen hatte die ersten Meisterschaften zu wenig ernst genommen und konnte sich erst im 3. Anlauf mit der Meisterkrone
schmücken. Das Starensemble von WAF setzte sich bei Punktegleichheit mit der größeren Anzahl von Siegen gegenüber Rapid durch. Der 1.Weltkrieg und die
Überalterung der Mannschaft trugen das ihre dazu bei, dass WAF allmählich zurückfiel.
WAF 1920
Der 1.Weltkrieg hatte WAF besonders übel mitgespielt, zahlreiche Leistungsträger fielen an der Front. Trotzdem konnte sich WAF, nach dem Vorletzten Platz
1919/20 in der Saison 1920/21 wieder stabilisieren und beendete mit ausgeglichener Bilanz die Saison auf Platz 6.
… vorerst der letzte Höhepunkt
Der letzte Höhepunkt dieser Glanzzeit war der Cup- Sieg im Jahre 1922, der im Finale gegen Austria mit 2:1 errungen wurde. 1924 stieg WAF ab und kehrte
bis heute nicht mehr in die oberste Spielklasse zurück. Schuld daran waren auch diverse Vereinskrisen. Im „Der Montag mit dem Sport-Montag“ war zu lesen:
Es ist selbstverständlich, dass eine Mannschaft, die in Bezug auf Krisen, Vorfälle usw. unbestritten den ersten Rang in
der Tabelle einnimmt, was sportliche Leistungen anbelangt am Ende der Tabelle rangieren muss. Die Fußballsektion, einst der Stolz von Wien, bietet heute
ein trauriges Bild eines führerlosen Schiffes, dessen morscher Rumpf, durch eine funknagelneue Takelage ergänzt, ein kriegstüchtiges Fahrzeug vortäuschen
soll; dabei sind die verwendeten Kanonen alt und längst überholt. Das Herumdoktern nützt nichts; mit dem eisernen Besen dreinfahren und frisch aufbauen,
mag dabei auch die Erstklassigkeit vorübergehend flöten gehen! Das Beispiel des FAC hat gezeigt, dass es nicht so schrecklich ist und unter Umständen sogar
noch zum Vorteil gereichen kann!
Die Erstklassigkeit von WAF ging also tatsächlich flöten, und man spielte nun in der 2.Liga. Der Klub kam bald in finanzielle Schwierigkeiten und geriet
mit den Gagenzahlungen – der Profifußball war ja eingeführt worden – in Rückstand. Die Vereinsleitung überließ der Fußballsektion deren Einnahmen aus den
Fußballspielen, lehnte aber andere Unterstützungen ab. Die letzte Rettung war die Fusion mit den Verein „International“. Neuer Name: Internationaler Associations
Fußballklub (IAF). Dies betraf aber nur die Fußballsektion von WAF. Bei der Generalversammlung von WAF am 13.Dez 1926 wurde beschlossen, dass die bei WAF
beschäftigten Sportler reine Amateure sein müssen. Übrig blieben Leichtathleten, Handballer und die Fußballer. Die Fußballsektion wurde fortgeführt durch 3
Mannschaften (Amateure, Akademiker und Senioren). Die beim IAF verbliebenen „Profis“ kündigten fast alle am 19.Mai 1927 ihre Verträge, gaben die Amateurerklärung
ab und kehrten großteils zu WAF zurück. Dessen Kampfmannschaft spielte in der 2. Klasse Amateure mit wechselndem Erfolg und nahm ab Herbst 1928 nicht mehr an der
Meisterschaft teil. Vereine, die an der Meisterschaft nicht teilnahmen, mussten am Ende jeder Meisterschaftskampagne Qualifikationsspiele austragen, um sich die
Klassenzugehörigkeit zu bewahren. 2 Jahre praktizierte dies WAF mit Erfolg, dann agierte er nur mehr mit der Seniorenmannschaft. Der Hauptbetrieb konzentrierte
sich auf die Leichtathletik, die zu vielen internationalen Erfolgen kam. 1932 wurde die schöne Sportanlage von der Austria als Heimstätte benützt. Als diese
jedoch die Einspruchsfrist gegen die Kündigung versäumte, war es mit einem Fußball Meisterschaftsbetrieb in diesem Stadion wieder vorbei.
… Februarunruhen zwangen zum Umzug
Im Frühjahr 1934 musste WAF sein Stadion verlassen. Als Ersatz wurde die Sportanlage ASKÖ 20 (heute Hopsagasse) zugewiesen. Beim Umzug wurde auch die schöne
Tribüne in die Brigittenauer Lände 236 transferiert. Beim Eröffnungsmeeting am 29.April 1934 lag der Schwerpunkt hauptsächlich auf dem Gebiet der Leichtathletik,
aber auch die Fußballer entschlossen sich, sofort wieder am Meisterschaftsbetrieb teilzunehmen.
Man wurde in der 4.Klasse C im WFV eingeteilt und schaffte auf Anhieb den Meistertitel. Die relativ starke Mannschaft kam in erste Linie deshalb zustande,
weil viele Brigittenauer Kicker, die in den aufgelösten VAFÖ-Klubs agiert hatten, zu WAF stießen. Weitere, aus Arbeiterkreisen stammende Talente kamen dazu – und
so wurde in der 3.Klasse D der Durchmarsch perfekt. Herausragend darunter Richard Marischka, Onkel des heutigen Obmannes von ISS Admira Technopool Gerhard Marischka
– der jedes Jahr Schützenkönig wurde. 1936/37 war WAF bereits in der 2.Klasse D zu finden. Viele Fußballklubs als Untermieter, die Leichtathleten, Handballer und
sogar eine Eishockeymannschaft des WAF machten den WAF Platz zu einem Sportzentrum.
… erst Österreich – dann WAF
Ein Jahr später hörte Österreich zu existieren auf und WAF wurde das Vereinsvermögen kassiert. Mit den verbliebenen Utensilien werkte man noch mehr schlecht als
recht weiter, bis man mangels genügend Spieler – sie wurden „zu den Waffen“ gerufen – den Betrieb einstellen musste.
… dann der Wiederbeginn
Eingeteilt in die 3.Klasse musste für den Spielbetrieb viel Arbeit geleistet werden. Rund 50 Bombentrichter mussten zugeschüttet werden, Dressen wurden geflickt,
Schuhe waren Mangelware. Obmann Leopold Zaibel leisteten kaum Mögliches. Als echte Amateure zahlten alle Spieler Mitgliedsbeitrag. Als 1948 die Staatsliga gegründet
wurde, wurde WAF in die 2.Klasse D eingeteilt, aus der man 1950/51 abstieg. Ein Jahrzehnt der Stagnation folgte. Die Funktionärsriege hielt dem Klub die Treue und
schaffte mit ausgezeichneter Nachwuchspflege eine langsame, aber stetige Aufwärtsentwicklung.
… und endlich der 1.Meistertitel nach dem Krieg
Am Beginn der 60er Jahre - ein Großteil des ausgezeichneten Nachwuchses war in die Kampfmannschaft hineingewachsen, nur der spätere Internationale Ewald Wieger
wurde an die Vienna abgegeben - ging es unter Sektionsleiter Richard Weilinger und Trainer Willi Streichsbier steil bergauf. WAF Südland (Südland unterstützte WAF
ab 1.1.1963 mit Sportutensilien und finanziellen Mitteln für die Platzmiete) schaffte souverän den Meistertitel und stieg 1963 in die 2.Klasse C auf.
Abstieg und Wiederaufstieg
Ein Jahr später fiel diese gute Mannschaft auseinander und nachdem sich die Firma Südland absetzte, hieß der Klub ab Jänner 1964 wieder WAF XX. 1964/65 und
1965/66 hatte WAF jeweils als Tabellenletzter Glück, dass jeweils Vereine den Spielbetrieb einstellten und keiner absteigen musste. 1966/67 war der Abstieg aber
nicht mehr zu vermeiden. Mit sehr talentierten Burschen aus dem Jugendheim in Wien 2, Obere Augartenstrasse gelang jedoch der sofortige Wiederaufstieg in die 2.Klasse C.
Eine „echte“ Aufwärtsentwicklung begann aber erst mit Beginn der 70er Jahre, als der Opel-Händler Franz Neuchrist zum Verein stieß. Er wurde zum Präsidenten gewählt
und der Klub im Jänner 1970 in „WAF Neuchrist“ umbenannt. Neuchrist holte prominente Verstärkungen, mit denen 1971/72 der Meistertitel und Aufstieg in die 1.Klasse gelang.
Die zum Teil schon etwas überalterte Mannschaft konnte sich jedoch im darauf folgenden Spieljahr nur mit Mühe den Klassenerhalt sichern.
Die Fusion zwischen WAF XX und FK Leopoldstadt zu WAFKL Leopoldstadt
Bei einem Besuch auf dem Sportplatz Spenadlwiese traf WAF Präsident Franz Neuchrist mit Funktionären des sportlich erfolgreicheren FK Leopoldstadt zusammen, denen er
seine Sorgen anvertraute. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Umbau der Sportanlage ASKÖ 20 in der Hopsagasse begonnen und WAF musste sich um eine neue Sportstätte umschauen.
Da sich die Funktionäre gut kannten waren nur Minuten notwendig um die Fusion perfekt zu machen. Unter dem neuen Klubnamen WAFKL Neuchrist ging es sportlich steil bergauf.
Nach einem 3.Rang 1973/74, folgte darauf der Meistertitel in der inzwischen in Unterliga B umbenannten Spielklasse und der Aufstieg in die Wienerliga. Die Harmonie zwischen
Präsident Franz Neuchrist und Fritz Hermann, zunächst Sektionsleiter, dann Obmann, trug Früchte. Nach und nach kamen junge, talentierte Spieler zum Klub – die sehr guten
Kontakte von Fritz Hermann zur Wiener Austria waren da von großem Vorteil – der sich bald zu einem Stammverein der Wiener Liga entwickelte.
Saison 1976/77: WAFKL landet auf Platz 11 (von 16), mit 26 Punkten und 37:46 Toren. Im letzten Saisonspiel gab es eine 1:2 Niederlage am NAC Platz. Meister wurde FavAC vor dem Slovan HAC,
absteigen musste Hellas.
Saison 1977/78: WAFKL spielt eine sensationelle Herbstsaison und steht im Winter auf Platz 2, nur 2 Punkte hinter Herbstmeister Slovan HAC . Im letzten Spiel des Herbstes gab es einen
souveränen 3:0 Heimsieg gegen den BSC, vor 350 Zuschauern auf der Spenadlwiese. Die Rückrunde verlief dann nicht mehr so erfolgreich, am Ende reichte es zu Platz 4. Meister
wurde Slovan HAC, absteigen musste der SV Aspern.
In der Saison 1978/79 war für WAFKL wieder einmal das Tabellenmittelfeld angesagt. Nach dem Herbst langten 16 Punkte zu Platz 6, Herbstmeister war der Rennweger SV.
29 Punkte hießen am Saisonende Rang 8, Donaufeld wurde Meister und Ostbahn XI musste als abgeschlagener Letzter absteigen.
Saison 1979/80: Nach dem Herbstdurchgang befindet sich WAFKL wieder im Mittelfeld der Tabelle. Wienerberg ist Herbstmeister. Prater SV (Hauptmieter auf der Spenadlwiese)
ist nach einigen Jahren im Spitzenfeld der Regionalliga diesmal abgeschlagen Letzter nach der Hinrunde. WAFKL beendet die Saison auf Platz 10, was schlussendlich genau für
die Qualifikation für die starke Wienerliga in der folgenden Saison reicht. Mit Spielertrainer Satorina macht WAFKL 32 Punkte, was nur 5 (!!!) Punkte weniger als der Meister
LAC hat, bedeutet. Da der Prater SV aus der Regionalliga als klar abgeschlagener Letzter absteigt, kommt es nächste Saison zum Platzderby auf der Spenadlwiese. Leider bekam
WAFKL Präsident Franz Neuchrist mit seiner Gesundheit immer größere Schwierigkeiten und zog sich Ende 1980 gänzlich zurück.
Saison 1980/81: Das Platzderby von WAFKL – Prater SV endete 1:1 Remis, für beide Vereine folgte jedoch eine sehr schwere Saison, denn beide Teams steckten bis Saisonende
tief im Abstiegskampf. FavAC wurde wieder einmal Meister, der SV Donau stieg ab.
Die Saison 1981/82 begann noch auf der Spenadlwiese, wo die Herbstrunde trotz nur 12 erzielter Tore (die wenigsten der Liga) mit 15 Punkten fast maximale Ausbeute erzielte.
Rang 5 bot eine ausgezeichnete Ausgangssituation für die Rückrunde.
Als WAF Leopoldstadt (ab August 1981 offiziell) war es ohne Sponsor sehr schwer eine konkurrenzfähige Mannschaft zu erhalten. Außerdem wurde die Platzmiete auf der ASKÖ
Spenadlwiese erhöht und nicht mehr tragbar. Fritz Herrman, auf der Suche nach einer neuen Heimstätte, trat an den WFV um Hilfe heran – und hatte Glück! Der WFV hatte nämlich
die Brigittenauer Gruam in der Meldemannstrasse erworben und vertraute ihm nun diesen Platz in eigener Verwaltung ab dem Frühjahr 1982 an.
Januar 1982 - Platz 2 für WAF im Hallenturnier:
Nach Siegen über Elektra (6:0), LAC (7:3), Post (5:3) und Waagner Biro (4:2) stand man im Finale des Wienerliga Hallenturniers, welches erst im Finale gegen Donaufeld (1:4)
verloren wurde.
500 Zuschauer kamen im März 1982 zur Heim-Premiere in die Gruam. Gegen Tabellenführer SR Donaufeld war man zwar im Feld ebenbürtig, Donaufeld hatte jedoch die kaltblütigeren
Stürmer, gewannen somit mit 2:0.
Auch das 2.Heimspiel in der Gruam wurde verloren. Gegen den BSC kamen im Brigittenauer Derby zwar wieder 500 Zuschauer, leider musste man sich jedoch auch wieder mit 0:2
geschlagen geben.
Platz 11 mit 22 Punkten war schlussendlich das Resultat der Saison 1981/82. Bis zuletzt war man nie weit weg vom letzten Rang, schaffte jedoch den Klassenerhalt. Meister
wurde SR Donaufeld, absteigen musste Elektra durch eine 1:2 Niederlage am letzten Spieltag gegen WAF in der Gruam.
1982/83: Bittere Hinrunde für WAF! Ohne Sieg steht man zu Weihnachten auf dem letzten Tabellenplatz. Stark ersatzgeschwächt konnte man zwar einige Unentschieden erkämpfen,
zu einem Sieg sollte es jedoch nicht reichen. In der Rückrunde schaffte man dann doch noch souverän den Klassenerhalt. Ausgezeichnete Ergebnisse retteten den Nicht-Abstieg. Meister
wurden der SV Schwechat mit 10 Punkten Vorsprung auf BSC, absteigen musste Atzgersdorf.
1983/84: Rang 5 für WAF nach der Herbstrunde. Zum Abschluss gab es einen 2:0 Erfolg gegen ÖMV Stadlau. Zum Saisonabschluss steht man im Mittelfeld der Tabelle, Eisen Wolfgang,
der später noch für Furore sorgen wird, kommt damals als junger Spieler in die Mannschaft.
1984/85: Mit Rang 8 beendete man auch diese Saison auf einem Mittelfeldplatz. Aus der damaligen Unterliga B stieg damals FS Elektra (mit Andreas Denk/ später jahrelang WAF)
in die Wienerliga auf. Auf der Suche nach einem Sponsor hatte WAF Glück. In unmittelbarer Nähe des neuen Sportplatzes in der Brigittenau befand sich das Autohaus Wimmer, dessen Chef,
Karl Wimmer, Interesse zeigte und im Herbst 1984 als Präsident und Sponsor zum Verein stieß.
Die „goldenen“ 80er Jahre des nunmehrigen WAFKL Wimmer wurden damit eingeleitet. Prominente Spieler begeisterten den immer zahlreicheren Anhang. Unter ihnen Robert Sara, Hans
Pirkner und der Ex-Internationale Müller. Dazu junge, hochtalentierte Spieler wie beispielsweise Franz Hojsa, die Brüder Wolfgang und Manfred Eisen, Ondras, Roland Köhler, Andi
Denk usw. sorgten für einen Höhenflug.
Die goldenen 80er
1985/86 war man nahe daran, in die wieder gegründete Regionalliga Ost aufzusteigen. Nach 26 Spielen war man ungeschlagen (17 Siege, 9 Unentschieden) nach Verlustpunkten
Tabellenführer, 2 Punkte Vorsprung auf Slovan HAC und SR Donaufeld. Die beiden direkten Duelle um die Meisterschaft folgten jedoch noch, und wurden beide knapp verloren. Eine
solche Serie hat aber auch ihre Nachteile, das Loch in der Vereinskassa wuchs immer mehr. Schweren Herzens musste man Spieler wie Pirkner, Katzler, Wolfgang Eisen und Wilhelm verkaufen.
1986/87: Nach dem Aderlass im Sommer kämpft die WAF Mannschaft schwer gegen den Abstieg. Im Winter ist man mit nur 7 Punkten auf Rang 15, nur einen Punkt vorm Letzten SV Kagran.
Zu Saisonende entrinnt man nur den Abstieg weil kein Wiener Klub aus der Regionalliga abstieg.
1987/88: Die WAF Mannschaft landet wieder souverän im Mittelfeld der Tabelle. WAF Stürmer Voglsinger wird mit 23 Toren Torschützenkönig der Wienerliga. Meister wird Gaswerk,
absteigen musste der BSC, trotz eines 7:2 Erfolgs im letzten Saisonspiel gegen WAF im Bezirksderby.
Sieg im Wiener Toto Cup
1988/89: Erfolgreiche Saison für WAF. In der Liga wieder sicher im Mittelfeld der Tabelle, den damals zum 1.Mal ausgetragenen Toto-Cup gewinnt WAF im Finale gegen Breitensee/Graphia
mit 3:1. Die Torschützen waren vor 1.000 Zuschauern im Wiener Ernst Happel Stadion 1x Andreas Denk und 2x Yilmaz.
1989/90: Turniersieg für WAF beim internationalen Turnier in Hohenau. Nach einem 6:0 gegen Hohenau und einem 2:0 über Rabensburg stand man im Finale. Dort schlug man Brodsko
(CSSR, 3.Liga) mit 3:2 und durfte den Wanderpokal in Empfang nehmen. Im ÖFB Cup konnte man sich in Runde 1 gegen Kalksburg (4:1) durchsetzen, schied dann jedoch in der 2.Runde
gegen den SR Donaufeld (0:2) aus. Mit St. Pölten hätte damals der Bundesligist mit Weltstar Mario Kempes in die Gruam kommen müssen, so kam es zu Donaufeld gegen St. Pölten. Auch
im Toto-Cup kam WAF wieder sehr weit, schaffte auch wieder den Sprung ins Finale. Als großer Favorit verlor man jedoch gegen den unterklassigen SV Wienerberg mit 1:2. In der Liga
spielte man eine erfolgreiche Saison und landete auf Rang 6. Daheim blieb man die ganze Saison lang ungeschlagen und Wolfgang Eisen wurde mit 33 Toren Schützenkönig der Wienerliga.
Meister wurde Red Star, absteigen musste Helfort.
1990/91: Im ÖFB-Cup war wieder die Chance da zuhause gegen einen Bundesligisten zu spielen. Gewinnt man in Runde 1 in Feldbach, hat man ein Heimspiel gegen Sturm Graz. Allerdings
waren die Feldbacher klar überlegen und siegten mit 6:1. In der Gruam wurde der Kunstrasen gebaut, somit musste man eine Zeit lang die Heimspiele am BSC Platz austragen. Sportlich
hatte dies keine negativen Auswirkungen, es sprang der Herbstmeistertitel heraus. Im letzten Spiel vor der Winterpause ging es gegen Admira/Nord Wien um die Tabellenführung. Vor 600
Zuschauern gab es ein 1:1 gegen den damaligen Sensations- Aufsteiger. Am Ende landete auf Rang 5, Meister wurde ÖMV Stadlau. Absteigen mussten mit Wr. Viktoria, Elektra und Ostbahn 11
gleich 3 Vereine, da aus der Regionalliga mit FAC und Red Star zwei Wiener Teams abstiegen. W.Eisen (21 Tore) und Denk (19 Tore) waren die besten Torschützen von WAF, mit Robert Sara
spielte ein langjähriger Austria-Kapitän damals bei WAF.
1991/92: Nach zuletzt sehr erfolgreichen Jahren war wieder einmal Abstiegskampf angesagt. Durch eine starke Rückrunde wurde jedoch der Abstieg vermieden. Meister in dieser Saison
wurde der SV Wienerfeld, absteigen aus der Wienerliga mussten BSC/ Feuerwehr und Wr. Viktoria. Wieder einmal waren Köhler und W. Eisen die besten WAF Torschützen.
Abstieg nach 2 Jahrzehnten in der Wienerliga
1992/93: Präsident und Sponsor Wimmer zog sich zurück, es folgten sofort finanzielle Schwierigkeiten. WAF steckte erneut im Abstiegskampf, im Winter war man mit 8 Punkten nur
Vorletzter. Trotz eines 6:0 Sieges in der letzten Runde auswärts gegen Breitensee/Graphia musste WAF nach mehr als 2 Jahrzehnten aus der Wienerliga absteigen. 1 Woche zuvor verlor
man gegen den Tabellenletzten Interc. Strassl daheim mit 2:3, diese Punkte fehlten schlussendlich zum Klassenerhalt. W. Eisen konnte trotz dem Abstieg 17 Tore erzielen, Denk und Köhler
waren die nächstbesten Torschützen.
Wiederaufstieg nach Rekord-Saison
1993/94: In der Unterliga B war die WAF Truppe eine große Nummer. Franz Buchinger war mit seinem Autohaus Procar als Sponsor zum Klub gestoßen, aufgetreten wurde ab sofort unter
„WAF Procar“. Fast die ganze Wienerliga Truppe blieb zusammen, was mit nur 1 Niederlage und 59:11 Toren zum Herbstmeister führte. Bereits im Winter war W.Eisen mit 23 Toren der
Schützenkönig fast nicht mehr zu nehmen. Der Wiederaufstieg wurde geschafft! Und wie! Mit 50 Punkten, einem Vorsprung von 7 Zählern auf Fortuna 05 und einer Tordifferenz von 122:30 –
Denk (25 Saisontore) hatte das 100.Tor nach Vorlage von Wolfgang Eisen (Torschützenkönig mit 46 Saisontoren) geschossen – stand der Meistertitel in der Unterliga B fast nie in Frage.
Weiters kam es am 5.Juni 1994 zur Eröffnung des neuen Kabinengebäudes – im Zuge des Brigittenauer Bezirksderbys WAF gegen BSV (8:2 für WAF vor 400 Zuschauern). Im letzten Saisonspiel
gab es noch einmal „große Party“ – gegen Hellas Kagran wurde der Meister offiziell gefeiert. Das Spiel endete mit einem 6:2 Heimerfolg (4x W. Eisen, 1x Hauser, 1x Köhler).
1994/95: Die Meistertruppe wurde großteils gehalten, im 1.Heimspiel in der Wienerliga kamen gleich 400 Zuschauer gegen Slovan. Standesgemäß ging man auch 2:0 in Führung (Tore
durch W.Eisen und Denk) musste sich jedoch dann mit 2:2 begnügen. Dieses Spiel sollte dann sinnbildlich für die ganze Saison stehen, bereits nach dem Herbstdurchgang (9 Punkte, nur
1 Punkt vorm Letzten) war klar dass die Rückrunde sehr schwer werden wird. So kam es dass im Winter investiert wurde, mit Gerd „Copa“ Steinkogler und Fridrikas kamen 2 ehemalige
Bundesligaspieler in die Gruam. Trotz sehr guten Spielern und einer geballten Offensive (W.Eisen, Denk, Steinkogler, Fridrikas, Köhler) konnte man fast keine Punkte machen, die
Schwächen im Defensiv-Verhalten der Mannschaft waren zu gravierend. Mit 53 Toren (23 Tore wieder von W.Eisen) schoss man fast die meisten der Liga, 83 Gegentreffer waren jedoch zu
viel des Guten. Als Tabellenletzter stieg man sofort wieder aus der Wienerliga in die Unterliga B ab. Meister wurde Admira Landhaus.
1995/96: Die 3-Punkte-Regel wurde eingeführt, WAF war wieder zurück in der Unterliga B. Nach der Herbstrunde war man wieder ganz oben dabei in der Tabelle, nur 2 Punkte hinter
Herbstmeister Essling. Am Ende reichten 62 Punkte „nur“ für Platz 2. Der SV Eßling war noch stärker gewesen und stieg in die Wienerliga auf. Stark war erneut das Sturmduo von WAF,
Willi Bohusek (27 Tore) und Wolfgang Eisen (25 Tore) waren alleine für 52 der insgesamt 77 erzielten Treffer verantwortlich. Das Abschlussfest beim letzten Saisonspiel gegen den SV
Langenzersdorf (3:0) fiel dem Schlechtwetter zum Opfer, lediglich 50 Zuschauer trotzten dem Unwetter zum Saisonfinale. Wolfgang Eisen beendete nach dieser Saison seine Karriere. In
13 Jahren und über 300 Tore für WAF war er 1x Torschützenkönig der Wienerliga (33 Tore), 3x Schützenkönig der Oberliga (in der Meistersaison mit 46 Toren), 1x Schützenkönig beim
Wienerliga Hallenturnier, 1x bester Spieler beim Wienerliga Hallenturnier, 1x Meister der Oberliga B und 1x Toto-Cup Finalist. Das Abschiedsspiel von Wolfgang Eisen, war zugleich
auch die Flutlichteröffnung am WAF Platz – und wurden gegen die „befreundete“ Austria Memphis ausgetragen. Später war W. Eisen auch noch einmal 2 ½ Jahre Trainer bei WAF.
WAF fällt ins Mittelmass der Oberliga …
In der Saison 1996/97 war der Polizei SV für alle Mannschaften eine Nummer zu groß. Mit 81 Punkten und 19 Punkten Vorsprung auf den nächsten Verfolger, Old Formation (Untermieter
am WAF Platz), war der Meistertitel in dieser Saison von Anfang an eine klare Sache. Für WAF reichte es mit 48 Punkten zu Platz 5. W. Bohusek, J. Bolf, Fiedler und Ritter waren für
WAF die besten Torschützen.
Im Jahr darauf reichte es ebenfalls für den 5.Platz. Weidling holte die Meisterschaft, Vizemeister war der SC Columbia. J. Bolf war mit 20 von insgesamt nur 54 erzielten Treffern
maßgeblich an der guten Platzierung beteiligt. Oldboy Manfred Eisen war in dieser Saison auch wieder für WAF im Einsatz und erzielte auf unvergleichliche Art und Weise einige seiner
tollen Weitschuss-Tore. Absteigen musste Siemens, die Werk-Elf konnte kein einziges Spiel gewinnen und holte nur 6 Punkte.
In der Saison 1998/99 steckte WAF das ganze Jahr lang im Abstiegskampf. Erst im letzten Spiel hielt man mit einem 3:1 Sieg gegen Elektra die Klasse, überholte ESV/KSC, die dann
als Vorletzter aber dennoch in der Liga blieben. Meister wurde der Gersthofer SV, absteigen musste SEC Brigittenau. Trotz 61 erzielter Tore (J. Bolf 21 Tore) holte man nur 28 Punkte,
mit 90 Gegentoren war WAF die Schießbude der Liga. Die Routiniers Manfred Eisen, Andreas Denk und Köhler halfen in dieser Saison noch aus, damit WAF nicht absteigen musste.
Im Jahr 2000 beendete WAF die Saison mit 33 Punkten auf Platz 12. J.Bolf war wieder bester Torschütze, diesmal waren es 17 Tore. Unter anderem waren noch Eisen M., Hojsa und
Köhler im Mannschaftskader. Durch die schlechten Leistungen gingen auch die Zuschauerzahlen zurück, oft verloren sich nur noch 50 Besucher in der Gruam. Meister wurde in diesem Jahr
der SC Columbia (mit heutigen WAF Obmann Peter Schrimpl), mit 10 Punkten Vorsprung vor dem SV Donau, Klosterneuburg stieg aus der Liga ab. Torschützenkönig wurde mit 31 Toren Markus
Bachmayer (auch Columbia), der von 2007 – 2011 dann als Spieler und Trainer für WAF im Einsatz war.
Die Saison 2000/01 endete für WAF mit 37 Punkten auf Platz 10. Nach recht gutem Saisonstart klappte in der Rückrunde gar nichts mehr. Die letzten 8 Spiele wurden allesamt verloren.
Meister wurde der SV Donau vor dem SC Süßenbrunn, Großfeld stieg mit nur 12 Punkten ab.
Nach 30 Runden in der Saison 2001/02 rangierte WAF auf Platz 9. Mehr als 36 Punkte sprangen nicht heraus, Werner Menzel war mit 18 Toren bester Torschütze von WAF. Hellas Kagran
wurde vor dem SV Gerasdorf Meister, absteigen musste BSV/Vorwärts 11 – heutigem Untermieter am WAF Platz mit dem Vereinsnamen SV Vorwärts Brigittenau.
Wie bereits die letzten Jahre endete für WAF auch die Saison 2002/03 im Mittelfeld der Tabelle. 38 Punkte brachten Platz 11. Meister wurde mit 64 Punkten (7 Punkte Vorsprung auf
SV Eßling) der ehemalige Untermieter Old Formation (mit 23 Toren war Rene Eisen, Sohn von Wolfgang Eisen, bester Torschütze beim Meister), mit nur 11 Punkten stieg Donaustadt ab.
Auch 2004 brachte nichts Neues. 31 Punkte und Platz 12 reichten wieder für den souveränen Klassenerhalt. WAF tat sich als Verein jedoch sehr schwer. Obmann Fritz Hermann war
gesundheitlich sehr angeschlagen, die Mechanismen im Verein funktionierten nicht mehr.
Der „Wiener Sport am Montag“ schrieb:Für WAF scheint die abgelaufene zugleich die letzte Saison gewesen zu sein: Der Brigittenauer Traditionsklub
steht vor der Auflösung
Für WAF stehen die Zeichen der Zeit, wenn nicht noch ein Wunder geschieht, auf Abschied. Es scheint, als ob beim Traditionsverein – immerhin ein Mal österreichischer Meister, für
immer die Lichter ausgehen würden! Im Frühjahr war die Elf mit nur 10 erreichten Punkten Vorletzter, herbe Niederlagen – Tiefpunkt war das 2:13 gegen LAC – schein schon Vorboten
der drohenden Auflösung gewesen zu sein.
2004 – 2010: 6 Jahre kein Spielbetrieb von WAF
WAF wurde aus Liga 2004/05 vor Saisonstart herausgenommen, die Oberliga B wurde nur mit 15 Teams gespielt. Der Verein wurde aufgelöst und die nur noch sehr wenigen WAF Spieler
teilten sich auf andere Vereine auf. Den Sportplatz übernahm ein Verein aus dem 16.Bezirk, der FK White Star wechselte von der Untermiete am Helfort Platz als Hauptmieter auf den
WAF Platz. Weiters wurde der neue Kunstrasenplatz gebaut.
2006/07: Eine Gruppe junger Funktionäre gründet den „club06“ und spielt als Untermieter am WAF Platz. Der Verein steigt in seinem 1.Jahr sofort mit Tor-Rekord auf. Der Vorstand
vom club06 setzte sich wie folgt zusammen: Obmann: Peter Schrimpl, Obmann Stellvertreter: Markus Berberov, Kassier: Alexander Sollak, Kassier Stellvertreter: Christoph Bures,
Schriftführer: Markus Bachmayer, Schriftführer Stellvertreter: Mario Nemetz
Als Trainer fungierte der langjährige Rapid-Nachwuchstrainer Harald Haselmayr. Als Spieler waren u.a. Marcus „Spartacus“ Vyhnak, Oliver Pichler, Daniel Swoboda, Thomas Bürringer,
David Teufelsbauer, Burkhard Rackl, Markus Temmel, Christoph Thorwartl, Manfred Hagmann, Werner Wolters und viele weitere aktiv, die auch danach sehr viele Jahre dem Verein treu blieben.
2007/08: Der club06 wäre in die 2.Klasse B ausgestiegen, verzichtet aber auf seinen Startplatz. Stattdessen wechseln alle Spieler, Trainer und auch Funktionäre zum FK White Star
in die Oberliga-B. Beim FK White Star blieben insgesamt nur 1 Kampfmannschaftspieler und 1 U23 Spieler über, dazu kein Trainer, keine Sponsoren und nur 2 Funktionäre. Der club06
überspringt somit gleich 3 Ligen, und spielt nach 1 Jahr 3.Klasse sofort in der Oberliga B. Als 1.Schritt wurde sofort auf den traditionellen Sonntag- Vormittag Termin gewechselt,
ab sofort wurde am WAF Platz wieder Sonntag 10:30 gespielt, es wurde versucht wieder mehr Fans anzulocken. Für viele als Fixabsteiger gehandelt stellt man jedoch eine gute Mannschaft,
die mit 28 Punkten souverän den Klassenerhalt schafft. Zu der club06- Mannschaft kamen im Laufe der Saison auch noch Spieler wie Bernhard Wascher, Mario Rosner, Christian Eder, Ronald
Eisen, Roland Röthl, Andreas Csukovits, Peter Pospisil, Franz Bures, Oliver Göschl und einige andere dazu, sodass man jede Woche ohne große Probleme eine Kampfmannschaft und eine U23
stellen konnte. Markus Bachmayer unterstützte damals Harald Haselmayr als Assistenz Trainer, Peter Schrimpl war weiterhin für die Vereins-Angelegenheiten zuständig. Beide spielten
jedoch ab dieser Saison auch selbst für den Verein und beendeten somit ihre Karrieren bei anderen Klubs. Trainiert wurde damals nur 1-2 Mal pro Woche, allen im Verein war klar dass
dies zu wenig war, möchte man in Zukunft mehr erreichen.
2008/09: Nach der Hinrunde stand man mit 18 Punkten auf Platz 12, mit bereits 15 Punkten Abstand zum Abstieg. Trotz eines Fehlstarts von nur 3 Punkten aus 6 Spielen konnte man
durch tolle Siege (6:2 beim späteren Meister in Aspern, 3:2 am NAC Platz, 8:1 gegen Hirschstetten, 4:1 über Siemens) die Hinrunde super abschließen. In der Rückrunde wurden dann
weitere 20 Punkte geholt, man schloss die Saison auf Platz 10 mit 71:73 Toren ab. Spiel des Jahres war der 7:1 Kantersieg im “Derby” gegen den NAC (1.Mai 2009 – 250 Zuschauer),
womit man indirekt dem SV Aspern half den Titel zu holen. 58 Punkte reichten, in dieser sehr spannenden Saison, um Meister zu werden. Absteigen musste der Aufsteiger des Vorjahres,
SC Elite mit einem Negativ-Rekord: 4 Punkte und 35 : 167 Tore.
2009/10: Es bahnt sich die beste Saison seit vielen Jahren an. Zur Winterpause liegt man mit bereits 29 Punkten ganz oben im Spitzenfeld der Tabelle und könnte vielleicht sogar
noch in den Titelkampf eingreifen. Herbstmeister ist der NAC, gegen den man vor knapp 400 Zuschauern in der Gruam knapp mit 1:2 verlor. Süßenbrunn und Hellas Kagran sind die ersten
Verfolger. Highlights waren u.a. der 8:0 Kantersieg über Aufsteiger Prater SV, der 5:1 Triumph über Weidling/KSV und der 2:0 Sieg auswärts bei Hellas Kagran. Die Rückrunde war dann
nicht mehr so erfolgreich. Schlußendlich sprang Platz 8 heraus.
Auferstehung von WAF
2010/11: Der Verein tritt ab Sommer 2010 wieder als "WAF” auf. Sportlich feierte man im Sommer 2010 gegen den Wiener Sportklub "100 Jahre WAF", verlor dort nur denkbar knapp mit
0:1. In der Oberliga B reichte es trotz sehr vielen guten Spielern nur zu Rang 8. Paul Zödi (18 Tore), Christopher Titz (18 Tore) und Rene Eisen (16 Tore) waren an den meisten Treffern
beteiligt. Nachdem Markus Bachmayer zuletzt fast 4 Jahre als Trainer tätig war, übernimmt im Mai 2011 Andi Denk das Traineramt. Den ASKÖ Cup gewann WAF im Finale am WAF Platz gegen
die Wienerliga Mannschaft FC Stadlau mit 3:1 und holte somit nach langen Jahren wieder einen Titel (am Weg ins Finale wurden ASK Erlaa, FC Mariahilf, der 1.Simmeringer SC und KSC/FCB
Donaustadt besiegt). Weiters wurde in dieser Saison der Zubau des Kantinengebäudes eröffnet.